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Schwarzbär


Man unterscheidet zwei Arten:  Nordamerikanischer Schwarzbär (Ursus americanus) und Asiatischer Schwarzbär  Ursus thibetanus (Kragenbär)

 Schwarzbär

Die Heimat des Ursus Americanus ist Nordamerika. Dort war er eine Zeit lang fast ausgerottet, weil die amerikanischen Siedler ihn wegen seiner Eigenart alles zu fressen, was ihm in den Weg kommt,  bejagten. Er machte selbst vor den Schweinen und Bienen nicht halt. Heute wird er jedoch nicht mehr gejagt und ist deshalb wieder stärker vertreten.

Kaum zu glauben, dass aus einem nur etwa 300g wiegenden Schwarzbärbaby einmal ein ausgewachsenes Tier von 140 kg heranwächst.

Die meisten Schwarzbären sind tatsächlich schwarz, es gibt allerdings auch braune oder vereinzelt sogar weisse Arten. Ob es sich dabei um Unterarten oder eigenständige Rassen, handelt wird noch untersucht.

Trotz ihrer Größe von bis zu 170 cm sind Schwarzbären sehr geschickte Kletterer. Ihre kurzen Krallen ermöglichen es ihnen, bei Gefahr selbst hohe Bäume zu erklettern.

Für die Jagd ist der Schwarzbär wegen seines Gewichts zu langsam. Deshalb ernährt er sich überwiegend von Früchten, Beeren oder Aas.

Im Herbst sucht der Schwarzbär sich eine Höhle oder gräbt sich ein Erdloch um zu überwintern.

Hier bringt das Schwarzbärweibchen im Januar zwei oder drei Junge zur Welt, die etwa ein Jahr lang von ihr betreut werden, bis sie ein eigenständiges Leben führen können.

Der Kragenbär (Ursus Thibetanus) ist ein asiatischer Verwandter des Schwarzbären. Er lebt in den Bergwäldern Ostsibiriens und in Japan.

SchwarzbärSeinen Namen hat der Kragenbär wegen seinerSchwarzbär außergewöhnlichen Zeichnung und auch, weil seine Haare im Nacken und an den Schultern kragenähnlich verlängert sind. Das Fell des Kragenbären ist bis auf die weiße v-förmige Zeichnung pechschwarz. Die großen sibirischen Kragenbären werden bis zu 2m lang und 200 kg schwer. Die japanische Art bleibt etwas kleiner.

Wie die meisten anderen Bären ernährt sich auch der Kragenbär meist vegetarisch; wenn sein Anteil an fleischlicher Kost auch etwas größer ist, als bei seinen Verwandten. Seine kurzen Krallen ermöglichen ihm das geschickte Erklettern hoher Bäume, die ihm seine Hauptnahrung, nämlich Eicheln und Nüsse bieten.
Meist ist der Kragenbär ein friedlicher Geselle, doch in vermeintlicher Gefahr kann er sehr angriffslustig sein. Er scheut sich auch nicht, Artgenossen umzubringen, wenn ihn die Rauflust packt.

Der Kragenbär paart sich im Hochsommer. Anfang des Jahres bringt die Bärin dann in einem Ruhelager unter den Wurzeln eines umgestürzten Baumes 1-2 Junge zur Welt. Der Nachwuchs wiegt nur ungefähr 350 g und ist vollkommen hilflos auf die Fürsorge der Mutter angewiesen.

Leider geht auch der Bestand der Kragenbären zurück. Mittlerweile ist auch diese Bärenart gefährdet.

Die Traditionelle Chinesische Medizin hat den Erhalt des inneren Gleichgewichtes zum Leitgedanken. Um gestörte Balancen wieder herzustellen, werden zahlreiche Kräuter, aber auch diverse Organe und Sekrete von über 200 Wildtierarten genutzt. Nicht ohne Erfolg. Die Heilkraft mancher der verwendeten Tierprodukte ist heute auch wissenschaftlich erwiesen.

Dem Kragenbären allerdings droht die medizinische Tradition zum Verhängnis zu werden. Seine Tatzen werden zur Stärkung von Körper und Geist verzehrt, getrocknetes Gallengewebe soll bei Leberkrebs wirksam sein. Besonders gefragt ist der Gallensaft, der Bluthochdruck ebenso wirksam bekämpfen soll wie Infektionskrankheiten.

Um den steigenden Bedarf an Gallensaft decken zu können, ließ man sich etwas Besonderes einfallen: Den Bären werden Kanülen eingepflanzt, über die ihnen regelmäßig Gallensaft abgezapft wird. Mehr als 10 000 Kragenbären fristen - eingepfercht wie Legehennen in winzige Drahtboxen - ein grausames Dasein in asiatischen Bärenfarmen. Für regelmäßigen Nachschub sorgen im Freiland erbeutete Jungtiere.

Ein Hoffnungsschimmer zeichnet sich heute in Taiwan ab. Hier hat die Regierung mit einer großen Aufklärungskampagne begonnen, die für die Verwendung anderer Heilstoffe wirbt.
 

Die Kragenbärfotos wurden mir zur Verfügung gestellt von
Dieter Höll  Watzmann-Pictures--Tierfotografie

Siehe auch:
[ Ursus americanus ] [ Ursus thibetanus ] [ Kragenbär ]






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